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Quino Bono – Architektur als soziale Praxis

Bei der Architektur von Quino Bono geht es vor allem darum, den Menschen mit einzubeziehen. Er freut sich über die Gelegenheit, mit jedem neuen Kunden sein eigenes Verständnis zu erweitern und neu über seine Arbeit nachzudenken. Der Besuch des World Architecture Festival ist eine weitere Möglichkeit, den Zeitgeist aufzunehmen.

Beim Gang durch die Hallen des World Architecture Festival 2022 in Lissabon interessieren Quino Bono die Denkprozesse, die die Arbeit seiner Architektenkollegen prägen. Für ihn ist Architektur ein Prozess und entwickelt sich immer nach den individuellen Bedürfnissen des Bauherrn und den besonderen örtlichen und zeitlichen Umständen.

Offenheit für jede Idee ist für seine Arbeit unverzichtbar. Wir leben letztendlich in einem globalen Dorf. Ideen setzen sich schnell durch und verbreiten sich auch schnell. Er betont aber ausdrücklich, dass Architekten nicht davon ausgehen sollten, dass alles überall gleich ist. Menschen an unterschiedlichen Orten stellen unterschiedliche Anforderungen an ihre Gebäude. Dieselbe Idee in einer Stadt nach der anderen zu wiederholen, ist keine Architektur. Quinos Ansatz betont Architektur als soziale Praxis, da sie die genaue Beachtung des Menschen voraussetzt.

Es ist für ihn äußerst wichtig, bei jedem neuen Projekt die Kultur des jeweiligen Ortes zu verinnerlichen. So verbringen er und sein Team einige Zeit vor Ort, um zu verstehen, wie die Menschen dort wirklich leben. Für ihn ist jeder neue Auftrag eine Chance, einen guten Lebensraum zu schaffen. Und er ist seinen Kunden dankbar, diesen Prozess immer wieder neu denken zu dürfen.

Beim Gang über das World Architecture Festival in Lissabon interessiert sich Quino Bono nicht nur für die endgültige Realisation der Projekte, sondern auch für den Denkprozess, der die Architekten zu diesem Punkt geführt hat. Es ist eine hervorragende Gelegenheit, die verschiedenen Denkansätze wahrzunehmen und über die eigene Praxis zu reflektieren. Was er vom diesjährigen Festival mitnimmt, ist die Erkenntnis, dass die Zukunft ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht. Wenn Architekten Ideen austauschen und die Prozesse anderer kennenlernen, können sie Räume entwerfen, die die Menschen brauchen und sich wünschen – als Individuen und als Gesellschaft. Freuen Sie sich auf das Gespräch zwischen Quino Bono und Karl Lennon und auf neue Einblicke!     

       

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