Wasserknappheit: Weltweit Besorgnis beim Thema Wasserknappheit – doch viele Menschen sind erst zum Handeln bereit, wenn sie persönlich betroffen sind

YouGov-Umfrage im Auftrag von GROHE X zum Thema Wasserknappheit

Die Menschheit steht einer beispiellosen Wasserkrise gegenüber. Ein Viertel der Weltbevölkerung ist jedes Jahr extremem Wasserstress ausgesetzt.* Allein in diesem Jahr haben Probleme in der Wasserversorgung Länder wie Frankreich, Spanien und auch die USA dazu gezwungen, restriktive Maßnahmen zum Wassersparen zu ergreifen. So wurde beispielsweise die Wassernutzung in der Landwirtschaft eingeschränkt. In einigen Regionen musste Trinkwasser in Tankwagen oder Flaschen angeliefert werden, weil lokale Wasserressourcen erschöpft waren.

Einer internationalen repräsentativen Umfrage im Auftrag von GROHE zufolge erwartet ein Großteil der Menschen, dass sich die Engpässe bei der Wasserversorgung in naher Zukunft noch verschärfen werden: Während aktuell bereits knapp ein Viertel der Befragten (24 %) direkt von den Auswirkungen von Wasserknappheit betroffen ist, rechnet mehr als die Hälfte (51 %) damit, in den nächsten zehn Jahren mit diesem Problem konfrontiert zu werden. Ebenso geht aus der Umfrage hervor, dass die unmittelbarer Erfahrung von Wasserstress und seinen Folgen einen entscheidenden Einfluss auf die Bereitschaft der Menschen hat, ihr Konsumverhalten zu ändern: 74 % der Befragten würden ihren Umgang mit Wasser ändern, wenn in ihrem Land Wasserknappheit herrschen würde. Zugleich zeigt die Studie aber auch, dass trotz fast täglicher Nachrichten über die Wasserkrise viele Menschen den Mahnungen und Lösungsansätzen wenig Beachtung schenken: 30 % der Befragten würden an ihrem Wasserverbrauch auch dann nichts ändern, wenn gesetzliche Einschränkungen erlassen würden. 

Im Rahmen der Umfrage – die an eine ähnliche Studie aus dem Jahr 2022 anknüpft – erkundigte sich YouGov bei mehr als 7.200 Personen aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Marokko, den Niederlanden, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA nach ihrem Bewusstsein für das Thema Wasserknappheit und nach ihren Duschgewohnheiten.

7 von 10 Befragten befürchten, dass die Kosten für Wasser und Lebensmittel aufgrund der immer komplizierteren Wasserversorgung steigen könnten

Die Befragten aller teilnehmenden Länder waren sich einig darin, dass die Wasserkrise sich verschärfen wird. Doch der internationale Vergleich zeigt auch einige bemerkenswerte Unterschiede: Die Menschen in den Niederlanden sehen sich derzeit am wenigsten von Wasserstress betroffen (4 %), erwarten aber am ehesten, dass sich die Wasserkrise in den nächsten fünf Jahren auf ihre Ausgaben für Wasser (75 %) und Lebensmittel (74 %) auswirken wird. Hingegen befürchten auf internationaler Ebene befürchten „nur“ knapp zwei Drittel (65 %)** der Befragten, dass diese Kosten in den nächsten fünf Jahren aufgrund der zunehmenden Komplexität bei der Wasserversorgung steigen werden. In diesem Zusammenhang geht aus der Umfrage hervor, dass die Sorge vor Auswirkungen auf das eigene Leben entscheidenden Einfluss auf die Bereitschaft der Menschen hat, ihr Konsumverhalten zu ändern: Mehr als zwei von drei Befragten geben an, dass sie ihren Wasserverbrauch reduzieren wollen, sollten die Kosten für Wasser oder Energie steigen.

Mehrheit sieht eigenes Handeln als wichtigen Einflussfaktor – verstärkter Trend zur Änderung der Duschgewohnheiten

Wer sich für eine Dusche mit Thermostat entscheidet, spart gleich in mehrfacher Hinsicht Wasser. Die meisten Menschen sind in Sorge um die Auswirkungen der Wasserknappheit auf ihr eigenes Leben. Zugleich sehen sie aber auch Möglichkeiten, auf individueller Ebene zur Bewältigung der Situation beizutragen. Die Mehrheit der Befragten (64 %)*** kommt zu dem Schluss, dass die Reduzierung des Wasserverbrauchs im Haushalt positive Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Dass die in einer gemeinsamen Umfrage von GROHE und YouGov aus dem Jahr 2022 im Zusammenhang mit der Energiekrise festgestellten Veränderungen der Duschgewohnheiten großteilig auch im Jahr 2023 anhielten oder sich sogar verstärkt haben, belegt diese Bereitschaft zum individuellen Handeln. 

So gaben vor einem Jahr beispielsweise 51 % der Befragten in Deutschland an, ihre Duschgewohnheiten geändert zu haben – im aktuellen Jahr ist dieser Wert auf 57 % angestiegen. Auf internationaler Ebene gaben 65 % der Befragten an, ihre Duschgewohnheiten bereits geändert zu haben oder dies zu planen. Interessant sind die unterschiedlichen Ansätze, die die Menschen dabei verfolgen: In den Niederlanden und in Marokko duscht fast ein Drittel der Befragten (32 %) seltener. Die Mehrheit der Befragten in Frankreich duscht kürzer (32 %). In den Vereinigten Arabischen Emiraten hingegen duschen mehr Befragte (23 %) als in jedem anderen untersuchten Land mit einer niedrigeren Wassertemperatur.

Die Studie zeigt ungenutzte Potenziale für eine effizientere Wassernutzung auf

Die Umfrage zeigt, dass das Bewusstsein für Wasserstress und seine möglichen negativen Auswirkungen hoch ist und die Bereitschaft zu Verhaltensänderungen besteht. Gleichzeitig scheint es aber auch einen enormen Bedarf an weiterer Aufklärung im Hinblick auf die Bewältigung der Wasserkrise zu geben: Insgesamt sind immerhin 47 % der Befragten der Meinung, dass sie nicht genug über die Möglichkeiten zum Wassersparen im Alltag wissen. Vor allem Teilnehmende in Marokko (60 %), den Vereinigten Arabischen Emiraten (53 %) und Frankreich (51 %) wollen besser informiert werden – also genau die Länder, in denen sich die Befragten bereits am stärksten von Wasserstress betroffen fühlen. 

GROHE Everstream: Die Zukunft des nachhaltigen Duschens

38 % aller Befragten haben bereits wasser- und energiesparende Produkte in ihrem Badezimmer installiert. Weitere 24 % planen den Einbau solcher Produkte. Gleichzeitig gibt jedoch knapp ein Drittel der Befragten (27 %) an, keine Produkte oder Geräte zu kennen, die ihnen helfen könnten, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren. Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig Aufklärung ist. Man muss die Menschen über technische Lösungen informieren, die dazu beitragen können, den Wasserverbrauch ohne Änderung des eigenen Verhaltens zu senken – ein Umstand, auf den GROHE seit langem aufmerksam macht. Denn hier liegen ungenutzte Potenziale für die weitere Einsparung von Ressourcen: Ein umfassenderes Wissen über ressourceneffiziente Technologien und Lösungen kann die Grundlage für lokale und nationale Strategien sein. Für Strategien, die darauf abzielen, die Nutzung von Ressourcen zu reduzieren und sich an die begrenzte Verfügbarkeit von Wasser anzupassen.

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Methodik:
GROHE hat eine repräsentative YouGov-Umfrage in sieben Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Marokko, Niederlande, Vereinigte Arabische Emirate, USA) in Auftrag gegeben. Die Umfrage wurde vom 8. September bis zum 26. September 2023 durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 7.258 Personen befragt.

* World Resources Institute: Aqueduct 4.0: Updated Decision-Relevant Global Water Risk Indicators (August 2023). Quelle: https://www.wri.org/research/aqueduct-40-updated-decision-relevant-global-water-risk-indicators
** Ergebnis für 5 von 7 Ländern, in Frankreich und Belgien nicht gefragt.
*** Ergebnis für 6 von 7 Ländern, in den USA nicht gefragt.