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Berührungslose Technologie

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Hygiene war noch nie so wichtig wie jetzt – besonders in sensiblen Bereichen wie Wasch- und Toilettenräumen, egal ob im privaten oder im öffentlichen Umfeld. Das erhöhte Hygienebedürfnis führt dazu, dass das Handwaschverhalten hinterfragt wird. Heute ist es unangenehmer denn je, eine herkömmliche Armatur zu berühren, und das gilt insbesondere für Armaturen in öffentlichen Sanitäreinrichtungen. Berührungslose Armaturen als Alternative sind nicht neu. Doch das veränderte Hygienebewusstsein rückt diese Produkte in den Mittelpunkt des Interesses.

Doch was ist die berührungslose Technologie eigentlich?

Die berührungslose Technologie arbeitet mit Sensoren und wird daher auch als Sensortechnologie bezeichnet. Ein Sensor ist ein Gerät, das ein physikalisches Ereignis in ein elektrisches Signal umwandelt. Dazu muss der Sensor Mechanik, Physik und Chemie mit Elektronik kombinieren. Daher ist zum Verstehen von Sensortechnologie multidisziplinäres Hintergrundwissen erforderlich. 

In welchen Bereichen wird die berührungslose Technologie eingesetzt?

Neben Anwendungen in Verfahrenstechnik, Elektronik und Computertechnik sowie Thermografie und Medizin wird die berührungslose Technologie häufig in der Sanitärinstallation verwendet. Bekannt ist in diesem Bereich der Einsatz von Sensoren an Waschtischarmaturen und Toiletten-Betätigungsplatten.

Wie funktioniert die berührungslose Technologie?

Es gibt eine Vielzahl von Sensorarten und -modellen, aber grundsätzlich lassen sich Sensoren wie folgt erklären: Sensoren können bestimmte Eigenschaften eines Messobjekts erfassen und in ein ablesbares Signal umwandeln, das sich dann auf einem Gerät darstellen lässt.

Dabei gibt eine Sendediode im Sensor kontinuierlich Infrarot-Lichtimpulse in einem einstellbaren Bereich aus. 

Befinden sich die Hände einer Person unter dem Auslauf, werden die Lichtimpulse reflektiert und in ein elektrisches Signal umgewandelt,

das die Öffnung des Ventils auslöst. Je nach Elektronikeinstellung beginnt das Wasser zu fließen.

Sobald die Hand den Sensorbereich verlässt, empfängt die Diode kein Signal mehr und das Magnetventil schließt.

Warum also berührungslose Armaturen?

Zwei der Hauptargumente für die Verwendung berührungsloser Armaturen sind:

- Die berührungslose Technologie sorgt für bessere Hygiene

Einfach ausgedrückt: Berührungslose Armaturen verbessern die Hygiene. Auf diese Weise kann die Kontaktübertragung von Keimen minimiert werden. Die automatische Spülung verringert zudem das Risiko von Legionellenwachstum in Zeiten, in denen kein Wasser verwendet wird. Eine optimierte innere Wasserführung, thermische Desinfektion gegen Keime und eine automatische Hygienespülung verbessern nicht nur die Nutzung, sondern auch die Trinkwasserhygiene.

- Die Start-Stopp-Funktion vermeidet Wasserverschwendung

Durch die automatische Start-Stopp-Funktion fließt nur Wasser, wenn tatsächlich jemand seine Hände unter die Armatur hält. Die Steuerung per Handbewegung trägt so dazu bei, Wasserverschwendung zu vermeiden, die Energieeffizienz zu verbessern und sie bietet nebenbei einen hohen Bedienkomfort. Ermöglicht wird all dies durch zuverlässige und präzise Sensortechnologie.

- In welchen Bereichen sind berührungslose Armaturen erforderlich?

In einigen Bereichen fordern europäische Normen und Richtlinien, dass Armaturen aufgrund von Hygienevorschriften nicht manuell bedient werden sollen. Dies gilt zum Beispiel für den medizinischen Bereich. Berührungslose Armaturen verringern das Infektionsrisiko und reduzieren die Übertragung von Keimen. In milch- und fleischverarbeitenden Betrieben reduzieren sie das Risiko der Produktkontamination und der Verbreitung von Krankheiten. 
Berührungslose Armaturen sind auch im Hotel- und Restaurantbereich sinnvoll. Sie verbessern die Hygienestandards in öffentlichen Bereichen und auch die Wirtschaftlichkeit, da Wasser nur dann fließt, wenn es benötigt wird. Gleiches gilt für private Haushalte.

- Welche zusätzliche Optionen bieten berührungslose Armaturen?

Dank der Plug-and-Play-Montage ist die Armatur einfach zu installieren und in nur wenigen Minuten betriebsbereit. Verschiedene Einstellungen lassen sich manuell oder über eine Fernbedienung ganz einfach auswählen, beispielsweise der Erfassungsbereich des Sensors oder der Reinigungsmodus zur Säuberung des Waschtisches. Beide Optionen dienen dazu, unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden. Dazu trägt auch die mögliche Veränderung der Ausschaltverzögerung bei.

Einige ausgewählte Produkte sind sogar in der Lage, über Bluetooth mit Smartphones zu kommunizieren. Auf diese Weise lassen sich die Verbrauchsdaten einfacher kontrollieren und auch eine Vielzahl von Funktionen mit dem Smartphone einstellen.

Darüber hinaus kann bei der Stromversorgung der Armaturen zwischen Netzstrom und Batterie ausgewählt werden. Hier ist die lange Lebensdauer von 7 Jahren ohne Batteriewechsel hervorzuheben.

Insgesamt wird die Verbesserung der Hygiene vor allem durch den berührungslosen Betrieb gewährleistet. Es gibt aber auch andere Faktoren, die zu einer optimalen Hygiene beitragen können. Zum Beispiel die regelmäßigen automatischen Spülzyklen des Leitungssystems, deren Dauer und Häufigkeit einstellbar sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die berührungslose Technologie bietet hohes Einsparpotenzial im Bereich der Sanitärinstallation. Gerade im Hinblick auf Hygiene und Wassereinsparung sind berührungslose Armaturen besonders effizient und sollten entsprechend bevorzugt werden.