Das Designkonzept Cradle to Cradle®

Für eine Welt ohne Abfall

Auch in Abfall stecken wertvolle Ressourcen, die an anderer Stelle gebraucht werden. Indem man die in einem Produkt enthaltenen Wertstoffe am Ende seines Lebenszyklus nicht wegwirft, sondern wiederverwendet, leistet man einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das globale Abfallproblem und die steigende Ressourcenknappheit. Laut dem Global Risks Report 2021 des Weltwirtschaftsforums ist die immer stärkere Ausbeutung der natürlichen Ressourcen eines der fünf gravierendsten Risiken, die das Weiterbestehen der Erde in den nächsten 5 bis 10 Jahren gefährden. Doch wie kam es dazu? Bisher folgten Wirtschaftsprozesse in der Regel einem linearen Ablauf: Ressourcen werden der Erde entnommen, um daraus Produkte herzustellen, die am Ende ihrer Lebensdauer weggeworfen werden. Das führte zu einem massiven Abbau von Ressourcen und einem weltweiten Abfallproblem. Das sogenannte Cradle-to-Cradle-Konzept könnte jedoch eine Lösung dafür sein und viele weitere Vorteile mit sich bringen.

 

Cradle to Cradle – das Wirtschaftsmodell der Zukunft

 

Wir müssen jetzt handeln: Der weltweite Überkonsum von Ressourcen zwingt uns dazu, unser bisheriges Wirtschaftsmodell zu hinterfragen, bei dem Rohstoffe über kurz oder lang im Müll enden. Als besonders aussichtsreicher Ansatz für eine echte Kreislaufwirtschaft wird das Cradle-to-Cradle®-Designkonzept gehandelt (kurz C2C). Anders als bei der herkömmlichen Wegwerfwirtschaft wird bei Cradle to Cradle bereits bei der Herstellung an die spätere Weiterverwendung der Produkte gedacht. Der Bedarf an neuen Ressourcen sinkt dadurch deutlich.

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Wie unsere Produkte Cradle to Cradle Certified® werden

 

Das Cradle-to-Cradle-Konzept ist ein Ansatz für die Gestaltung intelligenter Produkte, Prozesse und Systeme, bei denen der gesamte Lebenszyklus berücksichtigt wird. Hierbei werden sämtliche Materialien als Elemente in einem geschlossenen biologischen bzw. technischen Kreislauf betrachtet. Es wird unterschieden zwischen Verbrauchsgütern (z. B. Naturfasern oder Waschmitteln), die biologisch abbaubar sind, und Gebrauchsgütern (z. B. Armaturen), die am Ende des Lebenszyklus in ihre Bestandteile zerlegt werden. Weil Ressourcen auf diese Weise theoretisch unendlich oft wiederverwendet werden können, geht Cradle to Cradle weit über die Ansätze des herkömmlichen Recyclings hinaus. Produkte mit der Kennzeichnung Cradle to Cradle Certified® müssen aus Werkstoffen gefertigt sein, die nachweislich umweltverträglich, gesundheitlich unbedenklich und recycelbar sind.(1)

Für die Cradle-to-Cradle-Zertifizierung wird ein Produkt anhand von fünf Kriterien bewertet: Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt, Grad der Wiederverwendung, Nutzung erneuerbarer Energien, Wassermanagement und soziale Verantwortung. Anschließend wird jedes Produkt eingestuft, je nachdem, wie gut es die Anforderungen erfüllt. Ab sofort sind drei Armaturen (GROHE BauEdge Größe S, GROHE Eurosmart Größe S, GROHE Eurosmart Küche) und das GROHE Tempesta 100 Brausestangenset mit dem Cradle to Cradle Certified®-Zertifikat der Stufe „Gold“ ausgezeichnet. Der C2C-Vorteil von GROHE BauEdge und GROHE Eurosmart wird durch den Einsatz der energiesparenden SilkMove ES Technologie zusätzlich gesteigert (ES = „energy saving“, energiesparend). Die Technologie verhindert den unnötigen Verbrauch von Warmwasser, indem sie bei mittlerer Stellung des Hebels nur kaltes Wasser laufen lässt.

GROHE geht neue Wege in der Kreislaufwirtschaft

GROHE setzt sich nun bereits seit 20 Jahren für Nachhaltigkeit ein. Von daher entspricht eine angestrebte Kreislaufwirtschaft nach dem Crade-to-Cradle-Prinzip voll und ganz unserer Unternehmensphilosophie. Mit Abfallrecyclingraten von 99 %, einem Umtauschprogramm für gebrauchte GROHE Blue Filter und der Verwendung von Messing mit Recyclinganteilen von bis zu 80 % setzt GROHE immer mehr den Gedanken der Kreislaufwirtschaft um. Armaturen haben üblicherweise eine lange Lebensdauer. Dementsprechend arbeitet GROHE neben einer höheren Nachhaltigkeit seiner Produkte bereits am nächsten Baustein hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft: ein Rücknahmesystem für ausrangierte C2C-Armaturen.

(1) Zertifiziert mit der „Cradle to Cradle-Zertifizierung Version 3.1“. Der C2C zertifizierte Produktstandart ist die weltweit führende wissenschaftlich fundierte und strenge Norm für sichere, kreislauffähige und verantwortungsvolle Materialien und Produkte. Um eine Zertifizierung zu erhalten, wird ein Produkt nach den folgenden fünf Kriterien bewertet: Materialgesundheit, Materialwiederverwendung, erneuerbare Energie, verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und soziale Fairness. Jedes Produkt wird dann mit einem Leistungsniveau versehen, entweder Basis, Bronze, Silber, Gold oder Platin. Weitere Informationen finden Sie hier

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